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Christian, 8 Oktober 2007
Estonia Estonia Tartu


Im Osten was Neues

Hallo mal wieder,
in letzter Zeit hat es wohl eher schlecht geklappt mit meiner regelmäßigen Aktualisierung der Seite. Irgendwie kommt immer was dazwischen - und dann die Bilder noch zu komprimieren braucht auch etwas Zeit. Jetzt wollte ich aber mal wieder was schreiben. Bin gestern Abend aus St. Petersburg wiedergekommen und da gibts natürlich was zu erzählen. Aber der Reihe nach...
An der Uni Tartu war nämlich diese Woche auch was los: Die Uni feierte ihr 375. Jubiläum. Nachdem sie im Jahre 1632 vom Schwedenkönig Gustav II. Adolf gegründet wurde, sollte hier also so richtig einer aufgemacht werden. Den ersten Tag der Feierlichkeiten habe ich dann am Donnerstag noch mitbekommen: Alle Studierenden und sowieso alle Einwohner Tartus versammelten sich gegen 20.00 Uhr vor dem Unihauptgebäude. Von dort aus sollte es in einem Fackelzug nach oben auf den Domhügel gehen. Als wir in die Straße zum Hauptgebäude einbogen, war nur ein Meer von Fackeln zu sehen, der Anblick war Wahnsinn. Alle Studierenden hatten ihre Universitätsmütze auf und irgendwo sang ein Chor das Lied der Universität. Irgendwann startete eine Kappelle dann hinauf zum Domhügel und alle anderen hinterher. An den Straßenrändern und auf einer Brücke waren Kerzen und Logos aus Feuer zu sehen.
Als alle auf dem Domberg angekommen waren, versammelte sich alles vor einer Bühne, die vor der Ruine des Domes aufgebaut war. Darauf wurde von Studenten schließlich ein modernes Tanzstück aufgeführt. Unterlegt war es von Musik von Beethoven, die - je weiter es in die Gegenwart ging - durch Gitarren und Schlagzeug immer moderner wurde. Als das Stück dann nach einer halben Stunde vorbei war wollte ich eigentlich schon umdrehen und zurück gehen, als schließlich direkt vor uns eine ganze Batterie Feuerwerkskörper in den Nachthimmel geschossen wurde. Das gab dem ganzen den krönenden Abschluss. Das war bis jetzt einer der schönsten Tage hier, es war wirklich beeindruckend.
Am nächsten Tag sollte dann die Königin von Schweden kommen und den Brunnen am Domhügel einweihen, der für das Jubiläum dort installiert wurde, leider konnte ich dort nicht mehr zuschauen, weil Freitag um 6 Uhr morgens unser Bus nach St. Petersburg auf uns wartete.
Die Busfahrt verlief ruhig, naja zumindest bis zur russischen Grenze. Bis dahin hat mich nur die Beinfreiheit in dem angekündigten "komfortablen Reisebus" gestört, die bei weitem jede Economy Class im Flugzeug unterbietet. Nach der Grenze kam dann noch hinzu, dass an Schlaf nicht mehr zu denken war, die russischen Straßen sind eine Zumutung. Betonplatten aneinandergelegt und durch die langen und kalten Winter verschoben oder aufgebrochen, wird man im Bus hin und hergeschleudert oder beim Schlagloch hochkatapultiert. Manche von uns, die es wagten, sich an der Therme im Bus einen Tee zu machen, hatten nur noch die Hälfte im Becher als sie dann wieder auf ihrem Platz saßen. Mit dem Bus machten wir einen Stopp am Katharinenpalast, der einige km vor St. Petersburg liegt. Eine Führung zeigte uns alle Räume. Darunter war auch das berühmte Bernsteinzimmer, von dem man aber keine Fotos machen durfte.
Schließlich kamen wir am Hotel an, welches uns positiv überraschte: Es lag direkt am Fluß und der Fußmarsch zum Newski-Prospekt, der Hauptstraße der Stadt und vergleichbar mit dem Ku-Damm in Berlin, dauerte vielleicht 5-10 Min. Dieser war dann auch unser erstes Ziel. Gleich nachdem wir angekommen waren und unsere Sachen im Hotel ungebracht hatten, liefen wir am Fluss entlang zur 4,5km langen Straße (angeblich die berühmteste in Russland). Am nächsten Tag war dann früh aufstehen angesagt, denn unsere Reiseleiterin hatte einiges für uns auf dem Programm. Nachdem wir also gefrühstückt hatten stiegen wir den Bus und unser russischer Busfahrer Igor kutschierte uns von einer Station zur nächsten. Die jetzt aufzuzählen wäre langweilig und viele wüsste ich jetzt auch nicht mehr, es waren sehr viele. Nach einem Mittagessen ging es dann jedenfalls zum Winterpalast, der ehemaligen Hauptresidenz der russischen Zaren, in dem nun die Eremitage, eines der größten und bedeutensten Kunstmuseen der Welt untergebracht ist. In der Sammlung befinden sich u.a. Bilder von Rembrandt, Rubens, Matisse und Paul Gaugin. Außerdem sind einige Bilder von da Vinci und Picasso ausgestellt. Auch wenn ich jetzt nicht so der Kunstkenner bin: bei solchen Namen muss man sich das ja mal anschauen.
Die Abendgestaltung wurde uns überlassen: Einige entschieden sich, ins Ballett zu gehen, andere wollten lieber gleich ins Hotel und erstmal entspannen, um sich danach ins Nachtleben zu stürzen. Wir entschieden uns für die Philharmonie. Der Bus setzte uns direkt nach der Eremitage davor ab. Ich habe so einen Ort noch nie besucht, und eigentlich war ich auch sehr müde und war neidisch auf die, die jetzt auf ihrem Bett im Hotal lagen und sich ausruhten. Aber ich muss sagen dass ich wirklich positiv überrascht gewesen bin. Das Orchester spielte Stücke von Beethoven und Brahms. Da wir in der 5. Reihe saßen, bekamen wir alles hautnah mit. Alle von uns waren am Ende begeistert von dem Konzert: sowohl Fabi und ich, absolute Laien auf dem Gebiet, als auch Felix, der scheinbar ein echter Kenner ist und sich bei Beethoven die berühmte "Kreisler-Kadenz" gewünscht hätte (ich dachte bis jetzt, Chrysler wär ein Auto). Nach dem Konzert ging es kurz ins Hotel und dann in eine Sushi-Bar, wo wir noch etwas getrunken haben.
Am Sonntag schließlich ging es noch zum Peterhof, auch bekannt als das russische Versailles. Hinter dem Gebäude fällt das Gelände ab und überall am Hang und darum herum stehen goldene Figuren und Fontänen, die das Wasser nur durch natürlichen Wasserdruck herausschießen lassen. Von der Terasse aus kann man durch eine Schneise bis hin zur Ostsee schauen, an deren Rand auch überall Fontänen stehen. Sehr imposant. Aber ich kann es sowieso alles nicht beschreiben, muss man vielleicht sehen, deshalb stelle ich mal ein paar meiner Fotos mit rein. Im Moment sitze ich gerade hier und renne alle halbe Stunde runter zu den Waschmaschinen, um meine Dreckwäsche vom Wochenende loszuwerden. Aber da bin ich wohl nicht der einzige mit dieser Idee. Die anderen 64 Erasmusstudenten, die mit mir unterwegs waren, wollen wohl auch alle gerade waschen...
Das wars jedenfalls erstmal wieder von mir hier, hoffe es geht euch allen gut! Bis demnächst,
Christian.

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Holgolus

8 Oktober 2007

Lukas

8 Oktober 2007

nadine

7 November 2007

Das Neue ist aber schon wieder etwas älter...Mehr Photos!!

Schwester S

27 November 2007

ZenWeitte

1 Februar 2008

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